Symptome
Typische Symptome für das Entwicklungsstottern sind :
- Wiederholungen von Kurzwörtern oder Silben ("ich, ich, ich, ich möchte das haben." Oder " Gib mir bitte den Ho- Ho- Ho- Honig." Usw.)
- Embolophonien (Flickwörter) - ("äh, äh, äh, äh....")
- Wiederholungen von Satzteilen oder ganzen Sätzen
Folgende Primär-Symptome lassen sich beim echten Stottern unterscheiden:
- klonisches Stottern (äußert sich durch Wiederholungen von Lauten, Silben und Wörtern)
- tonisches Stottern (äußert sich durch Verkrampfungen und Blockierungen vor den Lauten, Silben oder Wörtern, oder die Silbe geht zwischen dem 1. oder 2. Laut kaputt, der Stotterer wiederholt nicht, sondern er bleibt stecken)
- kombiniertes Stottern:
- klonisch-tonisches Stottern (klonische Anteile überwiegen) - tonisch-klonisches Stottern (tonische Anteile überwiegen)
Auch Sekundär-Symptome sind beim echten Stotterer zu beobachten, z.Bsp.:
- orale Geräusche (Schnalzen, Schmatzen, Schluchzen)
- Embolophonien (Flicklaute) und Embolophrasien (Flickwörter) - ("äh,äh," oder "naja, also")
- Starter (leicht auszusprechende Wörter oder Redewendungen, die vom Stotterer zu Beginn eingesetzt werden - "wie gesagt...." oder "also....")
- Monotonie der Sprache (ohne Betonungen, ohne Akzente, ohne Sprechmelodie)
- Mutismus (freiwilliges Schweigen aus Angst vor dem Stottern)
- Atemstörungen (sprechen auf der Einatmung statt auf der Ausatmung, vor dem Sprechen entweicht zu viel Luft, oder beim Sprechen vibrieren die Nasenflügel usw.)
- Stimmstörungen (entsteht durch zuviel Kraft beim Stimmeinsatz)
- Mitbewegungen und Verkrampfungen der mimischen Muskulatur - Grimmasieren
- Mitbewegungen der Extremitäten - Fuß aufstampfen
- Sprechangst (Stottern aus Angst vor dem Stottern, bedingt durch die Intoleranz der Umwelt)
- Vegetative Labilität (viele Stotterer erröten, schwitzen, zittern beim Sprechen)
- Motorische Unruhe (hastig, nervös, hektisch)
- Introvertiert (in sich gekehrt, still, verschlossen, anderen ausweichend) sind die meisten Stotterer, selten sind sie aggressiv)
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