Dyslalie

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Allgemein

Was ist das?

Dyslalie, auch Stammeln genannt, ist eine Störung der Artikulation bzw. eine Störung des sprachlichen Lauterwerbs oder Lautgebrauchs. In der kindlichen Sprachentwicklung ist die "Dyslalie" physiologisch (die Kinder verhaspeln sich bei langen Wörtern), da Hörfähigkeiten, Motorik und Bewegungsgefühl der Sprechwerkzeuge noch nicht voll ausgebildet sind. Mit dem 5. bis 6. Lebensjahr ist das physiologische Stammeln beendet. Im Folgenden soll eine kleine Tabelle eine Übersicht geben, wann welche Laute korrekt gebildet werden sollten. WICHTIG: Die Altersangaben sind Durchschnittswerte, sie dürfen nicht als starre Normen verstanden werden!

  • ca. 1/2 Jahr
    Lallen, Gurren, Schreien
    "gr-gr", "ech-ech"
  • ca. 1 Jahr
    breite Palette von Lauten, Silbenverdoppelung
    "Mama", "Da-Da"
  • ca. 1 1/2 Jahre
    m, b, p, n, Beginn von gezielter Lautbildung, bei der Wortproduktion
    "Ball", "mein"
  • ca. 2 Jahre
    es kommen weitere Laute hinzu, z.Bsp. w,f,t,d,n
    "Papa weg", "B(r)ot aufessen."
  • ca. 2 1/2 Jahre
    k, g, ch, r
    "Anna nicht können (sch)lafen."
  • ca. 3 Jahre
    Kind beginnt schwierige Lautverbindungen zu lernen z.Bsp. kn, bl, gr
    "Der grosse Hund hat'n Knochen."
  • ca. 4 Jahre
    Bis auf evtl. s und sch und schwierige Konsonantenverbindungen (kl, dr) beherrscht das Kind die Laute der Muttersprache
    "Die Sp(r)itze, die er mir gegebt hat, tat nicht weh."
  • ca. 6 Jahre
    Alle Laute (auch s und sch und schwierigere Konsonantenverbindungen) werden korrekt gebildet
    "Als ich noch klein war, bin ich noch nicht alleine in den Kindergarten gegangen."

Ursachen

Stammelfehler entstehen, wenn Fähigkeiten des Hörvermögens, der Motorik und des Bewegungsgefühles der Sprechwerkzeuge noch nicht voll ausgebildet sind.

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